Link zur Homepage von Malte Sönksen

Gutes Stakeholder-Management beginnt bei Deinen Erwartungen

Stakeholder-Management wird oft als etwas Äußeres verstanden: abstimmen, überzeugen, informieren, Grenzen setzen. Doch es geht nicht darum, anderen zu erklären, was Du machst und was nicht.

Für UX Researcher:innen und UX Leads liegt der entscheidende Hebel oft an einem anderen Ort – bei den eigenen Erwartungen an Zusammenarbeit, Rollen und Qualität. Es geht darum, sichtbar zu machen, was Du brauchst, damit Deine Arbeit Wirkung entfalten kann.

Solange diese Erwartungen unsichtbar bleiben, wird jede Abstimmung mühsamer, jede Entscheidung unklarer und jede Zusammenarbeit Konflikt-anfälliger.

 

Der Punkt, an dem es schiefgeht

Viele Schwierigkeiten im Research-Alltag entstehen nicht, weil Stakeholder „schwierig“ sind oder weil Methoden fehlen. Sie entstehen, weil Erwartungen nie ausgesprochen wurden – weder Deine noch die der anderen.

Nicht aus Absicht. Sondern weil alle still davon ausgehen, schon zu wissen, was gebraucht wird. Typische Situationen:

  • Du glaubst, immer verfügbar sein zu müssen.
  • Du startest, obwohl Du noch Bauchschmerzen mit der Fragestellung hast.
  • Du stellst eigene Ansprüche zurück, um „pünktlich zu delivern“.

Diese stillen Annahmen öffnen Tür und Tor für Rollenkonflikte, Missverständnisse und Überlastung.

Und genau deshalb fühlt sich Stakeholder-Management oft schwerer an, als es sein müsste.

Wenn Du genauer verstehen möchtest, wie solche unausgesprochenen Erwartungen zu leisen Grenzüberschreitungen und Rollenkonflikten führen, findest Du hier eine vertiefende Perspektive darauf.

 

Der oft unsichtbare Teil des Stakeholder-Managements – Deine Erwartungen

Gutes Stakeholder-Management beginnt nicht im Meeting – sondern vorher.

Du hast Erwartungen:
an Klarheit, Prioritäten, Entscheidungen, Rollen, Timings, Qualität.

Manche sind Dir bewusst. Viele nicht.
Doch sie wirken – ob Du darüber sprichst oder nicht.

Sobald sie sichtbar werden, passiert etwas Entscheidendes:
Du wirst handlungsfähig. Nicht, weil Du lauter wirst, sondern weil Du klarer wirst.

Das Risiko liegt nicht im Aussprechen dieser Erwartungen.
Das Risiko liegt im Schweigen: Dort entstehen Unsicherheit, Reibung und Anpassung.

 

Was Zusammenarbeit wirklich braucht

Stakeholder-Management ist keine Sammlung von Methoden, die nur richtig angewendet werden müssen. Es ist Gestaltung von Zusammenarbeit.

Und Zusammenarbeit wird leichter, wenn drei Fragen beantwortet sind:

  • „Wie wollen wir zusammenarbeiten?“
  • „Was brauchen wir voneinander?“
  • „Was sind meine Grenzen?“

Wenn Erwartungen transparent sind – Deine und ihre – entsteht Orientierung.
Stakeholder können einordnen, was Du brauchst und warum.
Und Du kannst einschätzen, was realistisch leistbar ist, ohne Dich zu überdehnen.

Transparenz ist kein Kontrollversuch, sie senkt Reibung und schafft Vertrauen. Stakeholder-Management wird einfacher, berechenbarer und gesünder.

Es ist keine Einschränkung. Es ist Entlastung.

 

Welche Erwartung trägst Du gerade mit Dir herum – ohne dass sie jemand kennt?

 

Wenn Du merkst, dass Erwartungen in Deinem Arbeitsalltag oft unausgesprochen bleiben – und Du Dir mehr Klarheit, Selbstwirksamkeit und Wirkung wünschst – dann lass uns sprechen. 30 Minuten, unverbindlich und mit Fokus darauf, was Du brauchst, um Deine Zusammenarbeit bewusster zu gestalten.

 

Lass uns sprechen

© 2025 Malte Sönksen. Alle Rechte vorbehalten.